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Hohenzollern Hochwasser Warnung

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Starzel Wiki: Hochwasserschutz Tipps

Info- und Meldesystem für Hochwasserwarnung für die Region Killertal/Starzel

Überschwemmung durch Rückstau


Die am häufigsten auftretende Überschwemmung ist die Überschwemmung durch Rückstau in der Kanalisation. Hiervon sind nicht nur Häuser in der Nähe eine Baches oder Flusses oder in Niederungen betroffen sondern durchaus auch Häuser in Hanglage. Der Rückstau in der Kanalisation entsteht durch Überlastung der Entwässerungskanäle. Alarmzeichen ist z.B. Wasseraustritt in den Abläufen auf der Straße bei starken Regenfällen.  Betroffen sind häufig ältere Wohngebiete in deren Umgebung Neubaugebiete oder größere Industrieanlagen, Straßen, Parkplätze, Schulen usw gebaut wurden, die über das bestehende Kanalsystem entwässert werden. Auch wenn ein Haus 50 Jahre kein Problem mit Rückstau hatte, kann dieses Problem auftreten! 
 
Das Wasser dringt dabei in das Haus durch tieflegende Ablaufstellen im Keller oder Kellerabgang und Anschlüsse im Keller für Waschmaschine, Waschbecken usw ein. Man sollte sich dagegen durch eine automatische Abwasserhebeanlage oder durch Rückstauverschlüsse sichern. Gute technische Einführungen gibt es z.B. bei der Hochwasserschutzzentrale Köln. Der Ausbau einer alten Ablaufstelle (Gulli) ohne Sicherung und der Einbau einer modernen Ablaufstelle für Schmutzwasser (keine Fäkalien) mit Rückstausicherung durch den Handwerker kostet etwa 800 - 1000 € (Rückstausicherung Einbau Beispiel).     
 
Rückstauverschlüsse sollten nach DIN EN 13564-1 monatlich geprüft werden und halbjährlich gewartet werden. Ein Wartungsvertrag kostet etwa 100 €/Jahr. Man kann die Inspektion und die Wartung auch selbst machen, man muss dann die Wartung aber dokumentieren. Hierzu hängt man am besten im Keller einen Wartungsplan auf und trägt dort die erfolgreiche Wartung ein. Probleme sollten vom Fachbetrieb behoben werden.
 
Wird eine Überschwemmung im Keller jedoch durch Rohrbruch oder Fehler in der Sanitärinstallation verursacht haftet der Hausbesitzer
 

Acrylplatte vor Kellerfenster 


 Bei Hochwasser mit Oberflächenwasser tritt das Wasser in der Regel zuerst durch die Kellerfenster ein. Versicherungen fordern, dass die Oberkante der Kellerschächte mindestens 10 cm über der Umgebung liegen. Manchmal reicht das aber nicht aus oder ist baulich nicht möglich. Alternativ kann man Kellerfenster durch Vorsatzscheiben aus Acryl sichern, die außen am Kellerfenster angebracht werden. Die Acrylvorsatzscheiben haben manuell oder automatisch bediente Lüftungsklappen. 
 

Hochwasser Kellerfenster Innen


 Häufig kann man die Kellerfenster nicht von außen sichern. Man möchte auch nicht unbedingt die Optik des Hauses zerstören. Die Firma Heigl Fensterbau bietet Hochwasser Zusatz-Fenster an, die innen angebracht werden. Die vorhandenen Kellerfenster können weiter verwendet werden. Siehe hierzu den Prüfbericht des TÜV Süd. Je nach Größe muss mit Kosten von etwa 1000 € pro Fenster mit Einbau gerechnet werden. 
 
Kellerfenster Abdichten (Eigenbau)

Steht das eigene Haus in einer Zone, in der schon öfter Kellerüberflutungen durch kurzzeitiges Oberflächen-Hochwasser vorgekommen sind, lohnt es sich, die Kellerfenster gegen Hochwasser zu sichern. Ältere Häuser haben meist relativ kleine Kellerfenster. Diese kann man mit einer Hochwasserschutz-Platte absichern. Hierzu lässt man sich eine wasserfeste Sperrholzplatte (mindestens 2 cm) zusägen, die etwa an allen Rändern mindestens 5 cm größer als die Fensteröffnung ist. An den Aussenkanten bringt man eine Gummidichtung (10 mm breit, 5 mm) an. Zusätzlich benötigt man zwei (oder vier) Vierkanthölzer (z.B. 80mm x 80mm) mit denen man die Sperrholzplatte im Kellerfenster im Kellerschacht verklemmen kann.
 
Die Platte und die Hölzer lagert man am besten im Kellerschacht, sodaß man sie nicht lange suchen muss wenn Hochwasser droht. Bei drohendem Hochwasser kann man ein Kellerfenster damit in etwa 2 Minuten sichern. Achtung Kellerfenster sollten hierfür nicht größer als 0,5 qm gross sein, da sonst der Wasserdruck auf die Platte zu groß wird. Im Zweifelsfall immer eine kommerzielle Sicherung einbauen lassen.  Kellerräume egal ob gesichert oder ungesichert sollten bei Hochwasser nicht betreten werden, da immer die Gefahr besteht dass eine Platte bei zu hohem Druck bricht und dann das Wasser plötzlich einströmt. Lebensgefahr!